Schweizer Messer Geschichte

Das Schweizer Messer kann auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken. Zum Ende 1880er-Jahre suchte das Schweizer Militär nach einem neuen Klappmesser für ihre Soldaten. Es sollte beim Zerlegen des Gewehrs genauso gute Dienste leisten, wie auch beim Essen oder in der Natur.

1890 entschied man sich dann für ein Modell, mit einer Griffschale aus schwarz gefärbten Eichenholz. Aber es fand sich kein Schweizer Unternehmen was dieses Messer in der nötigen Stückzahl produzieren konnte. So wurde dieses Messer von der in Deutschland stammenden Messermanufaktur Wester und Co aus Solingen hergestellt und ausgeliefert. Aber schon gegen Ende 1891 übernahm die spätere Firma Victorinox, damals noch Firma Karl Elsener aus Ibach, die Produktion. Aber auch andere Unternehmen folgten diesem Beispiel. So auch die 1893 gegründete Firma Wenger.

Seit dem 12. Juni 1897 ist die Bezeichnung „Schweizer Offiziers- und Sportmesser, als Handelsmarke geschützt worden. Natürlich wurden im Laufe der Zeit verschiedene Erweiterungen und Neuerungen der Modelle durchgeführt. Seit 1961 sind die Unternehmen Wenger und Victorinox die alleinigen Hersteller des Schweizer Messer für soldaten. Seit dem Jahr verfügen die Modelle über Griffschalen aus geripptem Aluminium und nicht mehr aus roten Kunststoffgriffschalen. Ausgestattet waren sie mit Klinge, Dosenöffner, Ahle, Kapselheber und manchmal noch mit Schlitzschraubendreher. Seit 2008 wurde mit dem Soldatenmesser 08 der Funktionsumfang erweitert und eine Holzsäge sowie ein Kreuzschraubendreher hinzugefügt.

Die Firma Wenger wurde 2005 von Victorinox aufgekauft, aber nur um zu verhindern, dass das angeschlagene Wenger Unternehmen durch ausländische Investoren erworben wird. Denn, so fürchtetet man, dies wurde dem Ruf des Schweizer Messers schaden. Die Firma Wenger arbeitet also trotzdem weiter als eigenständiges Unternehmen mit eigener Entscheidungsgewalt weiter.

Auch nach so langer Zeit ist das Schweizer Taschenmesser auf der ganzen Welt beliebt und wird immer wieder gern gekauft. Natürlich passen sich die Herstellerunternehmen auch den Neuerungen der Zeit an. So gibt es sogar Taschenmesser mit MP3 – Player oder als USB – Stick.